Rooming in
Rooming-in - die gemeinsame Unterbringung von Mutter und Kind
Herzlich Willkommen in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Kreiskrankenhaus Erding!
Unser allergrößtes Anliegen ist es, dass Sie und Ihr Kind sich bei uns wohlfühlen. Die ersten gemeinsamen Tage sind sehr wichtig für die Mutter-Kind-Beziehung. Wir beraten Sie und helfen Ihnen - soweit Sie es wünschen - bei der Ernährung und Pflege Ihres Kindes. Unser Ziel ist es, Sie so zu unterstützen, dass Sie mit Freude und Sicherheit im Umgang mit Ihrem Kind nach Hause gehen und die neue Lebenssituation genießen können.
Mit diesem Informationsblatt möchten wir Sie über das Rooming-in, die gemeinsame Unterbringung von Mutter und Kind, informieren.
Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind einen angenehmen Aufenthalt in unserem Hause und weiterhin alles Gute!
Erläuterungen zum Rooming-in
Rooming-in bedeutet, dass Mutter und Kind gemeinsam in einem Raum untergebracht sind. Wir unterstützen Sie dabei, dass Sie Ihr Neugeborenes rund um die Uhr bei sich haben können. Im Rahmen der integrativen Wochenbettpflege werden Sie und Ihr Kind von einer Bezugsperson versorgt.Vorteile des Rooming-in
Das Zusammensein von Mutter und Kind in einem Raum vermittelt Nähe, die die Bindung zwischen Mutter und Kind fördert (sog. Bonding). Sie lernen Ihr Kind besser kennen (Signale und Hungerzeichen) und wachsen in Ihre Verantwortung hinein. Die Umstellung zu Hause wird für Sie einfacher.Ernährung und Pflege
Der Wach- und Schlafrhythmus Ihres Kindes bestimmt weitestgehend den Tages- und Nachtablauf. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, haben Sie jederzeit die Möglichkeit, fachkompetente Beratung, Anleitung und Unterstützung bei der Ernährung und Pflege Ihres Kindes in Anspruch zu nehmen. Wenn bei Ihrem Kind Auffälligkeiten, wie z.B. eine auffällige Atmung oder Hautveränderungen auftreten, sprechen Sie bitte umgehend das Pflegepersonal an.
Vorteile des Rooming-in für stillende Mütter
Das ungestörte Zusammensein ist eine ideale Voraussetzung für den Aufbau und für die Aufrechterhaltung Ihrer Stillbeziehung und eine gute Vorsorge gegen das Entstehen von Stillproblemen.
Sie lernen frühzeitig das Stilltemperament und den Rhythmus ihres Kindes kennen. Nicht erst, wenn das Kind schreit und gestresst ist, legen Sie es an, sondern bei den ersten Hungerzeichen (der Suchreflex setzt bis zu 30 Minuten vor dem Schreien ein). Dadurch weint das Baby seltener, verliert weniger Energie und hat eine geringere Gewichtsabnahme.
Das häufigere Anlegen des Kindes bewirkt mehr Vormilch (Kolostrum) und mehr Immunstoffe und damit einen erhöhten Infektionsschutz. Durch die zusätzliche Ausschüttung des Hormons Prolaktin wird die Milchbildung gefördert. Es kommt zu einem früheren und sanfteren Milcheinschuss. Der Mutter-Kind-Rhythmus spielt sich früher ein.
Durch die Mutter-Kind-Einheit lernen Sie, die Signale Ihres Kindes herauszuhöhren, Ihr Schlaf wird ungestörter und Sie werden sicherer beim Stillen.
Haben Sie Fragen zum Stillen?
Unsere Laktationsberaterinnen, die Hebammen sowie das Pflegepersonal beraten Sie gern und sind Ihnen behilflich.